Integreat
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Details
- Bewertung
- 4,2
- Version
- 2026.7.2
- Entwickler
- Tür an Tür - Digitalfabrik gGmbH
Wer in einer neuen Stadt ankommt, braucht oft nicht zuerst Unterhaltung, sondern verlässliche Orientierung: Wo finde ich wichtige Anlaufstellen, welche Informationen gelten für meinen Alltag und wie komme ich mit den örtlichen Angeboten zurecht? Genau hier setzt Integreat an. Ich habe die App als digitalen Begleiter für den Start in einer neuen Umgebung betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, ob sie im echten Alltag schneller weiterhilft als eine lose Sammlung von Suchergebnissen.
Mein Eindruck fällt grundsätzlich positiv aus, aber nicht völlig vorbehaltlos. Die Anwendung ist kostenlos, richtet sich an Menschen, die sich in einer neuen Stadt zurechtfinden möchten, und wird von Tür an Tür - Digitalfabrik gGmbH entwickelt. Sie gehört im App-Bereich zu Bücher & Nachschlagewerke und ist damit weniger eine klassische Service-App mit vielen persönlichen Funktionen als ein Nachschlagewerk für lokale Orientierung.
Die Entscheidung für Integreat hängt deshalb vor allem davon ab, was ich gerade brauche: eine übersichtliche lokale Informationsquelle oder eine App, die mir jeden einzelnen Behördengang abnimmt. Für den ersten Zweck ist sie sehr interessant. Wer dagegen konkrete Termine buchen, Formulare ausfüllen oder individuelle Rechtsberatung erhalten möchte, sollte sie eher als Vorbereitung und nicht als vollständigen Ersatz für andere Wege sehen.
Woran ich die App im Alltag messen würde
Der erste Nutzen entsteht durch lokale statt allgemeine Informationen
Bei einer gewöhnlichen Websuche bekomme ich schnell viele Treffer, aber nicht unbedingt die Antwort, die für meinen aktuellen Wohnort relevant ist. Integreat ist gerade dann sinnvoll, wenn ich nicht allgemein nach „Hilfe in Deutschland“ suche, sondern wissen möchte, welche Orientierung in meiner Stadt zählt. Diese lokale Ausrichtung ist für mich das wichtigste Entscheidungskriterium.
Das klingt zunächst unspektakulär, macht aber einen deutlichen Unterschied. Allgemeine Ratgeber erklären häufig Begriffe und Abläufe, bleiben jedoch auf einer übergeordneten Ebene. Eine lokale Informations-App kann mir dagegen helfen, den nächsten sinnvollen Schritt zu erkennen: Welche Stelle ist für mein Anliegen wahrscheinlich zuständig, welche Art von Unterstützung sollte ich suchen und welche Themen muss ich vorher verstehen?
Ich würde Integreat deshalb nicht wie ein digitales Buch lesen, sondern eher wie ein Nachschlagewerk verwenden. Ich öffne die App mit einer konkreten Frage, suche nach dem passenden Lebensbereich und prüfe anschließend, ob die Hinweise zu meiner Situation passen. Diese Arbeitsweise spart Zeit, wenn ich noch nicht weiß, welche deutschen Begriffe ich für eine Suche verwenden müsste.
Für wen der Einstieg besonders wertvoll ist
Besonders hilfreich ist die App für Menschen, die neu in einer Stadt sind und sich zunächst einen Überblick verschaffen müssen. Dazu gehören beispielsweise neu zugewanderte Personen, Familien mit vielen organisatorischen Fragen oder Menschen, die zum ersten Mal mit lokalen Beratungsstellen und Behörden zu tun haben. Auch Angehörige können profitieren, wenn sie jemandem beim Einleben helfen und Informationen gemeinsam durchgehen möchten.
Ein weiterer sinnvoller Einsatz liegt in der Vorbereitung. Wenn ich einen Termin bei einer Stelle habe, kann ich mich vorher mit den grundlegenden Themen vertraut machen. Dadurch gehe ich nicht völlig unvorbereitet in das Gespräch und kann gezielter nachfragen. Die App ersetzt dabei nicht automatisch die Auskunft einer zuständigen Person, aber sie kann die Hürde vor dem ersten Kontakt deutlich senken.
Für bereits lange ansässige Nutzer ist der Mehrwert wahrscheinlich kleiner. Wer die örtlichen Strukturen kennt, seine Anlaufstellen gespeichert hat und mit den notwendigen Begriffen sicher umgehen kann, wird Integreat vermutlich seltener benötigen. Der größte Nutzen liegt klar in Übergangsphasen: beim Ankommen, beim Umzug oder wenn sich die persönliche Lebenssituation stark verändert.
Was ich vor der Nutzung praktisch vorbereiten würde
Ich würde mir zuerst überlegen, welches Problem ich tatsächlich lösen möchte. Geht es um Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Familie oder Behördengänge? Diese kleine Eingrenzung verhindert, dass ich mich durch viele Informationen lese, die für meinen aktuellen Schritt nicht wichtig sind. Anschließend würde ich mir relevante Hinweise notieren oder direkt für ein Gespräch bereithalten.
Ein nützlicher Arbeitsablauf ist, nicht nur nach einer einzelnen Adresse zu suchen. Ich würde zuerst den allgemeinen Ablauf verstehen, danach die passende lokale Anlaufstelle prüfen und zuletzt klären, welche Frage ich dort konkret stellen möchte. So wird aus der App kein passives Lesewerk, sondern ein Werkzeug für die Vorbereitung.
Gerade bei wichtigen Angelegenheiten würde ich die Informationen nicht blind übernehmen. Zuständigkeiten und Abläufe können sich ändern, und ein allgemeiner Hinweis passt nicht immer exakt zu jedem persönlichen Fall. Mein Rat ist deshalb: Integreat als erste Orientierung verwenden und bei zeitkritischen oder rechtlich wichtigen Fragen zusätzlich direkt bei der zuständigen Stelle nachfragen.
Wo Integreat im Vergleich besonders überzeugt
Die App verbindet Orientierung mit einem konkreten Ortsbezug
Der stärkste Vorteil gegenüber einer normalen Suchmaschine ist für mich die Bündelung. Statt viele verstreute Webseiten, Übersetzungen und Suchtreffer zu sortieren, kann ich mit einer Quelle beginnen, die auf das Ankommen in der jeweiligen Stadt ausgerichtet ist. Das ist besonders hilfreich, wenn ich die lokalen Begriffe noch nicht kenne oder nicht weiß, welche Organisation überhaupt der richtige Ansprechpartner ist.
Auch gegenüber gedruckten Broschüren hat die digitale Form Vorteile. Ich muss kein Heft aufbewahren, nach bestimmten Kapiteln suchen oder mehrere Unterlagen zusammensuchen. Die App ist auf dem Smartphone schnell zur Hand, was im Alltag wichtig ist, wenn ich unterwegs eine Orientierung brauche. Für jemanden, der gerade zwischen Wohnung, Sprachkurs, Arbeitsplatz und Behörde pendelt, ist dieser direkte Zugriff praktischer als ein Ordner voller Informationsblätter.
Ein nicht sofort offensichtlicher Vorteil ist die Funktion als gemeinsames Gesprächswerkzeug. Ich kann einen Abschnitt zusammen mit einer Vertrauensperson lesen und dabei klären, welche Punkte schon verständlich sind und wo noch Fragen offenbleiben. Das ist oft nützlicher, als eine lange Suche allein zu beginnen, weil die App einen gemeinsamen Ausgangspunkt schafft.
Sie hilft auch dann, wenn die eigentliche Frage noch unklar ist
Viele Menschen wissen am Anfang nicht, ob ihr Problem zu einer Behörde, einer Beratungsstelle, einer Bildungseinrichtung oder einem sozialen Angebot gehört. Genau an diesem Punkt kann ein strukturiertes Nachschlagewerk mehr leisten als eine einzelne Suchanfrage. Ich muss nicht sofort die perfekte Formulierung finden, sondern kann mich thematisch annähern.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Suchmaschinen, die stark davon abhängen, welche Wörter ich eingebe. Wenn ich die Fachsprache nicht beherrsche, liefert eine Suche leicht Ergebnisse, die zu allgemein, zu kompliziert oder für eine andere Stadt gedacht sind. Integreat kann den ersten Denk- und Suchschritt abnehmen, weil die Inhalte aus der Perspektive des Ankommens organisiert sind.
Für mich ist das besonders relevant, wenn mehrere Lebensbereiche zusammenhängen. Ein Umzug kann gleichzeitig Fragen zu Schule, Arbeit, Wohnung und Gesundheit auslösen. Die App macht solche Themen nicht automatisch einfach, aber sie kann helfen, sie zunächst zu sortieren. Dieser ordnende Effekt ist ein stärkerer Nutzen, als die kurze Store-Beschreibung vermuten lässt.
Ein realistisches Alltagsszenario
Stell dir vor, du bist gerade in eine neue Stadt gezogen und musst dich um mehrere Dinge gleichzeitig kümmern. Du weißt, dass du Unterstützung brauchst, kennst aber weder die zuständige Stelle noch die richtigen deutschen Suchbegriffe. Ich würde in dieser Situation zunächst den passenden Themenbereich in Integreat öffnen und mir einen Überblick verschaffen.
Danach würde ich die Hinweise in drei Gruppen einteilen: Was muss ich sofort klären, was kann bis nächste Woche warten und welche Punkte sollte ich bei einem Gespräch ansprechen? Diese Einteilung ist keine automatische Funktion, sondern eine bewusste Nutzung der App. Gerade dadurch wird sie praktisch: Sie liefert den Ausgangspunkt, während ich die Informationen auf meine Prioritäten übertrage.
Vor dem Termin würde ich die wichtigsten Begriffe und Fragen bereithalten. Wenn ich mit einer Begleitperson gehe, kann diese dieselben Inhalte ansehen, statt nur meine verkürzte Zusammenfassung zu hören. Nach dem Gespräch kann ich erneut nachlesen und prüfen, ob der nächste Schritt verständlich ist. Für diesen Ablauf ist Integreat deutlich geeigneter als eine zufällige Folge von Suchergebnissen.
Die niedrige Einstiegshürde spricht für die Anwendung
Die App ist kostenlos und für alle Altersgruppen freigegeben. Das macht sie zu einem unkomplizierten ersten Versuch, ohne dass ich vor der Nutzung eine Kaufentscheidung treffen muss. Sie wurde am 30. Oktober 2015 veröffentlicht und hat sich damit nicht nur als kurzfristige Idee positioniert. Die aktuelle Version 2026.7.2 zeigt außerdem, dass die Anwendung weiter gepflegt wird.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 aus 302 Bewertungen und mehr als 100.000 Installationen hat Integreat eine erkennbare Nutzerbasis. Diese Zahlen sind für mich kein Beweis, dass die App zu jeder Person passt, aber sie zeigen, dass sie nicht nur für einen winzigen Sonderfall gedacht ist. Das Alterssiegel USK ab 0 Jahren passt zum sachlichen Charakter des Angebots.
Technisch ist die Einstiegshürde ebenfalls niedrig, da mindestens iOS beziehungsweise Android 8.0 vorausgesetzt wird. Wer ein älteres Gerät nutzt, sollte vor der Installation trotzdem prüfen, ob das eigene Betriebssystem diese Voraussetzung erfüllt. Für aktuelle Smartphones ist der Zugang in der Regel unkompliziert, aber gerade bei Geräten, die schon mehrere Jahre im Einsatz sind, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Systemversion.
Die wichtigsten Grenzen im Vergleich zu anderen Wegen
Integreat ist kein persönlicher Sachbearbeiter. Die App kann mir Orientierung geben, aber sie kennt meine individuelle Akte, meinen Aufenthaltsstatus, meine Fristen und meine bisherigen Gespräche nicht automatisch. Deshalb würde ich mich bei rechtlich entscheidenden Fragen nicht ausschließlich auf einen allgemeinen Informationstext verlassen.
Auch eine Suchmaschine bleibt in bestimmten Situationen überlegen. Wenn ich eine ganz konkrete Telefonnummer, Öffnungszeit oder kurzfristige Änderung suche, kann eine direkte Suche schneller sein, sofern ich die richtige Stelle bereits kenne. Integreat spielt seine Stärke eher vorher aus: beim Verstehen des Themas und beim Finden des passenden Weges.
Gegenüber einem persönlichen Beratungsgespräch fehlt außerdem die Möglichkeit, sofort Rückfragen zu stellen. Wer eine komplizierte individuelle Situation hat, wird mit der App allein möglicherweise nicht weit kommen. In diesem Fall ist sie trotzdem als Vorbereitung nützlich, aber die persönliche Beratung sollte den Hauptteil übernehmen.
Wann eine andere Kategorie besser passt
Wenn ich lediglich eine Route, eine aktuelle Verbindung oder einen exakten Standort brauche, würde ich eine Karten- oder Verkehrs-App wählen. Für Übersetzungen einzelner Wörter ist ein Übersetzer praktischer. Für das Ausfüllen eines konkreten Formulars oder die Klärung eines individuellen Rechtsproblems sind offizielle Stellen und qualifizierte Beratungsangebote die bessere Wahl.
Wer bereits genau weiß, welche Behörde zuständig ist, braucht Integreat vielleicht nicht für jeden Schritt. In diesem Fall kann die direkte Webseite der Stelle schneller sein. Der Vorteil der App liegt nicht darin, jede andere Informationsquelle zu ersetzen, sondern darin, den Weg dorthin verständlicher zu machen.
Auch Nutzer, die eine sehr umfangreiche allgemeine Enzyklopädie erwarten, sollten ihre Erwartungen anpassen. Integreat ist für praktische Orientierung in einer neuen Stadt gedacht, nicht als vollständiges Nachschlagewerk für jedes Thema. Ich würde die App deshalb nach ihrer Fähigkeit beurteilen, den Einstieg in lokale Strukturen zu erleichtern, und nicht danach, ob sie jede denkbare Detailfrage beantwortet.
Der Wechsel zu Integreat und mein abschließendes Urteil
Der Aufwand für den Einstieg bleibt überschaubar
Der Wechsel von einer gewöhnlichen Websuche zu Integreat kostet vor allem etwas Gewöhnung. Ich muss lernen, nicht mit einer möglichst präzisen Suchfrage zu beginnen, sondern zunächst den passenden Themenbereich zu öffnen. Danach lohnt es sich, die Informationen aktiv zu verwenden: Fragen markieren, Begriffe notieren und den nächsten Kontakt vorbereiten.
Dieser kleine Wechsel der Arbeitsweise zahlt sich besonders für Menschen aus, die wiederholt Orientierung brauchen. Statt jedes Mal bei null anzufangen, entsteht eine persönliche Routine. Ich kann zuerst in der App nachsehen, anschließend die zuständige Stelle direkt kontaktieren und bei Bedarf wieder zu den grundlegenden Erklärungen zurückkehren.
Für die gemeinsame Nutzung mit Familienmitgliedern oder Unterstützern würde ich die wichtigsten Abschnitte zusammen durchgehen. So verhindert man, dass ein einzelner Satz aus dem Zusammenhang gerissen wird. Gleichzeitig merkt man schnell, welche Informationen noch fehlen und ob ein persönliches Gespräch notwendig ist.
Mein konkreter Rat für die Nutzung
Ich würde die App nicht erst dann öffnen, wenn eine Frist unmittelbar bevorsteht. Besser ist es, sie frühzeitig zu verwenden, sobald ein neues Thema auftaucht. Dann bleibt Zeit, unklare Punkte zu sammeln und gegebenenfalls eine Beratungsstelle zu kontaktieren. Für kurzfristige Notfälle ist sie nicht als alleinige Lösung gedacht.
Mein zweiter Rat lautet, die Informationen immer mit dem eigenen Ort und der eigenen Situation abzugleichen. Der lokale Bezug ist eine Stärke, aber er bedeutet nicht, dass jeder Hinweis automatisch auf den persönlichen Fall passt. Besonders bei Behörden, Aufenthalt, Gesundheit und finanziellen Angelegenheiten sollte ich die Angaben als Orientierung verstehen und wichtige Schritte direkt bestätigen lassen.
Der dritte Tipp ist, die App als Vorbereitung auf echte Gespräche zu nutzen. Wer nur liest, nimmt möglicherweise weniger mit. Wer aus den Inhalten konkrete Fragen formuliert, kann aus einem Termin deutlich mehr herausholen. Genau hier sehe ich den praktischsten Mehrwert: Integreat macht den ersten Kontakt weniger einschüchternd und hilft, nicht völlig unvorbereitet aufzutreten.
Für wen ich sie empfehlen würde
Ich empfehle Integreat vor allem Menschen, die neu in einer Stadt sind, sich im deutschen Alltag orientieren müssen oder eine andere Person beim Ankommen unterstützen. Auch für Familien, die mehrere Themen parallel ordnen müssen, ist die App einen Versuch wert. Der kostenlose Zugang senkt das Risiko, und die lokale Perspektive unterscheidet sie von allgemeinen Ratgebern.
Ich würde sie dagegen nicht als einzige Informationsquelle für komplizierte, individuelle oder zeitkritische Fälle empfehlen. Wer sofort eine verbindliche Entscheidung, eine persönliche Beratung oder eine aktuelle Einzelfallauskunft braucht, sollte direkt die zuständige Stelle oder eine geeignete Fachberatung kontaktieren. Integreat kann diesen Schritt vorbereiten, aber nicht zuverlässig ersetzen.
Unterm Strich sehe ich die Anwendung als ruhigen, praktischen Startpunkt für Menschen, die in einer neuen Stadt noch keinen festen Überblick haben. Sie ist nicht dafür da, jede Aufgabe automatisch zu erledigen. Ihre Stärke liegt darin, lokale Orientierung zu bündeln, unklare Fragen zu sortieren und den Weg zum nächsten sinnvollen Ansprechpartner verständlicher zu machen. Wenn du gerade ankommst und nicht weißt, wo du anfangen sollst, würde ich Integreat kostenlos ausprobieren.











